Platinman 2019

So, Platinman ist geschafft. Schee wars!!! Ich bin zufreiden. Auch wenn ich neben einem großen lachenden Auge auch mit einem kleinen weinenden Auge zurück schaue. Auf dem letzten Kilometer hatte ich Krämpfe, musste 3 mal kurz stehen bleiben und habe so 6 Plätze und knapp 3 Minuten verloren. Trotzdem bin ich mit dem Rennverlauf sehr zufrieden. Zielzeit 2:21:56 Ich war an meinem Limit. Mehr war heute nicht drin. Platz 43, Platz 10 in meiner Altersklasse. Schöne Veranstaltung mit echt brutalen Anstiegen und teilweise schwierigem Gelände vor allem wegen schlammigen Passagen. Trailrunning wie es sein muss. Top!

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Platinman Testlauf Teil 2

Ich laufe die Platinman Strecke (27,8 km / 886 HM) und beschreibe einige Schlüsselstellen. Hier der komplette Kurs:
https://www.gpsies.com/map.do?fileId=%20oduvsyjjpxkuinhu

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Platinman Testlauf

Ich laufe die Platinman Strecke (27,8 km / 886 HM) und beschreibe einige Schlüsselstellen. Hier der komplette Kurs:
https://www.gpsies.com/map.do?fileId=%20oduvsyjjpxkuinhu

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tiggedi test – topo athletic phantom

„Phantom“ – eine unwirkliche Erscheinung? Oder einfach nur ein Laufschuh? Eins vorweg: Mega Schuh! Mehr im Tiggeid Test, hier:

Ich bekomme für dieses Video übrigens kein Honorar vom Hersteller.

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tiggedie test – under pressure

Unter Druck kann man mehr leisten. Ist das wirklich so? Vier Laufprodukte von Under Pressure Sox in einem Tiggedi Test. Accelerator Tight, Tubes, Sneaker und Ultralight Kompressionssocken.

Ich bekomme für dieses Video übrigens kein Honorar vom Hersteller.

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Malle Run 2

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Neuer Running Stuff eingetroffen

Wenn du nach Hause kommst und dich ein Paket mit Laufsachen erwartet, ist das etwas sehr Schönes. Direkt wieder motiviert. Achtung Werbung! (Weil Hersteller Nennung.) Danke Under Pressure Sox. Da stehen ja jetzt 2 Tiggedi Tests an. Topo Phantom. Schon ein paar mal gelaufen und für gut empfunden. Soviel sei schon mal verraten. Und dann noch diese Tubes, Sox und die Acellerator Short. Ich freu mich!

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Malle Run 1

Ich liebe es im Urlaub die Gegend laufend zu erkunden! Diesmal gings auf Mallorca hier lang Cala D’or – Mondrago – Cala Figuera.

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Lesestoff

Ja, was soll ich sagen…? Voll verschlafen diese wunderbaren Bücher zu rezensieren. Bzw. habe ich meinen Fokus in letzter Zeit auf andere Dinge gelegt als die Blogpflege. Nein nicht Blockflöte! Blog-Pflege!!! Für tiefgehende Rezensionen fehlt mir auch derzeit leider die nötige Ruhe. Aber Empfehlungen kann ich trotzdem mal raushauen.

Triathlon Total – Roy Hinnen

Jetzt bin ich nicht gerade dafür bekannt Spaß am Fahrrad fahren zu haben. Schwimmen gehe ich dagegen ab und an ganz gerne mit meinen Kindern. „Plantschen“ trifft es wahrscheinlich eher. Wobei auf 50 Metern war ich in der Schulzeit tatsächlich relativ schnell. Ab der dritten Bahn lässt es aber auch genauso schnell nach. Als sportlichen Schwimmer würde ich mich also nicht beschreiben. Wie auch immer! Triathlon ist jedenfalls nicht so meine Disziplin. Trotzdem bin ich in den Genuss gekommen dieses Buch zu lesen. Und das meine ich tatsächlich so. Es ist ein ausgesprochen interessantes Buch (nicht nur für Triathleten) mit vielen vielen Tipps zur Technik. Garniert mit Trainingsübungen und sogar Trainingsplänen. Dazu gibt es Hinweise zu Ernährung, Periodisierung und dem richtigen Tapering vor Wettkämpfen. Es ist immer übersichtlich aufgeteilt in die 3 Disziplinen. Immer wieder findet man auch einen QR Code über den man sich Videos zum jeweiligen Kapitel ansehen kann. Alles wirklich sehr durchdacht und hilfreich. Zudem wird jedes Kapitel mit einem Fazit und einem Comic abgerundet, was die Kernaussagen super auf den Punkt bringt. Es geht aber nicht nur um das körperliche Training, die Technik und Co. sondern um viel mehr. Das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist. Wie man sich mental vorbereitet und den Willen stärkt. Dabei werden auch immer wieder außergewöhnliche Wege vorgeschlagen. Jeder Leser kann sich da etwas rausziehen was in sein Lebensmodel passt, ob Hobbysportler oder leistungsorientierter Profi.. Manches ist mir etwas zu spirituell. Anderes kann ich wiederum gut nachvollziehen. Roy Hinnen erklärt einiges anhand seiner eigenen Geschichte und seinen Erlebnissen. Das macht das ganze unterhaltsam und durchaus kurzweilig. Ich gebe zu ein paar wenige Kapitel übersprungen zu haben. Beispielsweise in denen es konkret um Techniken zum Fahrradfahren oder Schwimmen geht. Aber es ist nicht so, dass man mit 2/3 des Buches als Läufer nichts anfangen kann. Es ist eher so, dass 70 oder 80 Prozent einen wirklichen Mehrwert für Läufer haben. Und wer weiß, vielleicht bestreite auch ich ja irgendwann mal einen Triathlon.

Vielen Dank an Iris Hadbawnik und den Sportwelt Verlag zur Zusendung des Rezension-Exemplars!

“Mein längster Lauf“ – Rosie Swale Pope

Kein ganz taufrisches Buch. Aber bis heute eine unglaubliche Leistung was diese Frau da gemacht hat. Sie ist mit allem was sie so zum Leben braucht einmal um die ganze Welt gelaufen. 5 Jahre hat sie dafür gebraucht und hat einiges erlebt. Manchmal geht es mir zu schnell mit den Zeitsprüngen. Und wenn ich das schon schreibe…. Ich bin nämlich eher lesefaul. Doch hier könnte ich einfach noch viel viel tiefer in diese abenteuerlichen Geschichten eintauchen. Dabei geht es gar nicht immer primär ums Laufen an sich, sondern um das drum herum. Ob das die unfassbaren Begegnungen mit Mensch und Tier sind, das pure Überleben oder die ganz private Geschichte dieser faszinierenden Engländerin. Sie ist mitlerweile über 70 und läuft auch jetzt noch durch die Welt. Demletzt erst von ihrem Heimatort nach Berlin. Ich bin beeindruckt und immernoch geflasht von diesem Buch und noch mehr von Rosie.

Passion Laufen – Rafael Fuchsgruber

Brauch ich eigentlich nix zu schreiben. Dass ich Fan bin is ja eh klar. Warum? Erstens: Sein Buch „Running Wild“ hat mich inspiriert und dazu gebracht in die Wüste zu gehen. Zweitens: Ich durfte diesen wunderbaren Menschen kennenlernen, mit ihm laufen und auf meine größten Abenteuer gehen. Iran (ISRU) und Namibia (Namib Desert Race). Wir sind Freunde geworden. Drittens: Auch ich komme in dem Buch vor. Viertens: Es ist wie immer amüsant und unterhaltsam geschrieben. Viertens: Neben mir 😉 kommen auch andere Größen der Laufszene und Experten zu Wort. Und die haben echt was zu erzählen. Und lernen kann man auch einiges. Auch von meinem geschätzten Orthopäden und Hawai Ironman Finisher Frank Schmähling. Und schließlich Fünftens: Es ist einfach ein mega Buch auch haptisch und optisch mit tollen Bildern. Also kaufen und lesen, Leute!

Du kannst wenn du willst – Antje Wensel

Und wo wir schon dabei sind. Auch hier spiele ich eine kleine Rolle. Aber das ist noch nicht mal der Grund warum ich dieses Buch empfehle. Auch nicht weil Rafael hier als Co Autor auftritt. Nein! Einfach weil es ein ehrliches authentisches Buch einer tollen Frau ist. Ich durfte sie in Namibia kennenlernen und war sofort warm mit ihr. Ihre ruhige und angenehme Art kommt auch in diesem Buch gut rüber. Was sie nach Rückschlägen in kürzester Zeit geschafft hat ist einfach hammer. Sie bekam die Diagnose Lipödem, womit eigentlich der Traum geplatzt ist die Welt laufend zu erkunden. Aber nicht für Antje! Sie dachte: Jetzt erst Recht. Dieses Buch ist ein Mutmacher verpackt in eine unglaublich fesselnde Geschichte. Toll!

Einen Somer lang – Denis Wischniewski

Auch diesen Autor durfte ich bereits persönlich kennen lernen. Bei einem „nobs trifft“. Gibts hier auch irgendwo in meinem Blog oder auf meinem youtube Kanal. Und was soll ich sagen. Ich liebe Menschen, die Ziele haben und sie verfolgen. Bei ihm fallen die manchmal auch etwas größer aus. So wie das hier in dem Buch beschriebene. Er wollte von München nach Istanbul laufen. Das hat er auch getan. Jedenfalls fast. Politische Ereignisse hinderten ihn daran die türkische Metropole zu erreichen, nicht sein Körper. Was auf dieser Reise zu Fuß so alles passiert – auch zwischenmenschlich – ist hier aufs feinste sehr bildhaft beschrieben. Das sind genau die Geschichten, die ich liebe. Abenteuer Laufen! Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den Film dazu immer noch nicht gesehen habe. Hole ich nach…

42,195 – Matthias Politicky

Sollte man gelesen haben, wenn man Marathon Läufer ist. Kann man auch machen. Habe einiges gelernt und fühlte mich gut unterhalten. So einfach.

Achilles Ferse Band II – Achim Achilles

Knackige Kurzgeschichten über das alltägliche Laufen und das drum herum. Das ganze garniert mit einer ordentlichen Portion Humor. Denke das beschreibt das Buch so wie es ist. Ich musste das ein oder andere Mal laut lachen. Passiert beim lesen sonst eigentlich eher selten. Meine Frau war etwas genervt, weil ich ihr immer wieder kurze Passagen vortragen musste. Sorry, ging nicht anders 😉 Einfach witzig!

Die Trail und das Ultra Running Magazin

gehören ja so oder so zu meinem regelmäßigen Lesestoff. Denis Wischniewski und sein Team machen da wirklich tolle Arbeit. Ob Trainingshinweise, Abenteuer Berichte, Tests oder was man sonst noch so erwarten kann sind hier immer unterhaltsam und informativ verpackt. So sind diese Zeitschriften ein muss für Trailläufer, die an dieser tollen Szene teilhaben wollen.

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neuer testschuh – topo – phantom

Lang lang ist’s her. Der letzte Tiggedi Test liegt ne Weile zurück. Jetzt ist der nächste Testschuh eingeflattert. Das Phantom von Topo Athletic. Ich bin reingeschlüpft und war direkt begeistert. Scheint mir ne perfekte Mischung aus den bewerten Eigenschaften bisheriger Topos mit ähnlicher Dämpfung wie der ein oder andere Hoka. Aber das ist nur ein erster Eindruck vom Gang durchs Wohnzimmer. Bin sowas von gespannt auf meinen ersten Lauf mit dem Prachtstück…

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Bienwald Backyard Ultra

Wenn bei einem Wettkampf jemand schneller ist als du, ist das kein Problem. Wenn das aber jemand ist, der nicht mal dabei ist und dann auch noch im Stehen schneller ist als du beim Laufen, dann hast du ein Problem. Und dann ist auch klar, dass das kein gewöhnlicher Lauf ist, sondern eine ganz besondere Veranstaltung. 17 der 18 Starter bei diesem Last Man Standing Lauf werden diesen übrigens nicht beenden. 10 sind gar nicht erst angetreten. Der Gewinner wird so eine Art Chuck Norris des Bienwald Backyards. Alle anderen werden ein DNF erleben. Es wird auch mein erster Did Not Finish, soviel war mir schon vor dem Start klar. Doch wie lange werde ich durchhalten? Wie oft werde ich die 2 Hands Bridge überqueren?

Fakten zum Wettkampf:

Es wird eine 6,706 km Trail Runde gelaufen und zwar zu jeder vollen Stunde. Wenn man nicht 30 Sekunden vor dem nächsten Start an der Startlinie steht ist man raus. Nachts wird auf eine Asphalt Runde gewechselt. Hält man 24 Stunden durch hat man genau 100 Meilen gemacht. Sieger ist der, der alleine eine Runde mehr schafft als die anderen. Natürlich innerhalb der 60 Minuten. Der Gewinner bekommt ein Golden Ticket zu der Mutterveranstaltung in Tennesse (USA) vom legendären Gary Cantrell aka Lazarus Lake, der auch den berüchtigten Barkley Marathon ausrichtet.

Meine ganz persönliche Challenge kann beginnen. Es ist Donnerstag der 20.6. und ich mache mich auf den Weg zum alljährlichen Cousin und Cousinen Treffen in Kandel. Dieses Jahr habe ich das einfach kurzerhand auf das lange Wochenende gelegt. Denn hier findet dieses wunderbare Rennformat statt. Michael Ohler, selbst beknadeter Ultra Läufer (u.a. Western States, UTMB)  hat es auf die Beine gestellt. Er wird von seiner Familie und dem TSV Kandel unterstützt. Man bin ich gespannt wie sich das anfühlt. So richtig trainieren kann man das ja nicht. Ich hab’s versucht, bin aber im Training nicht über 6 Runden raus gekommen. Das ist ein knapper Marathon. Mehr muss ja auch nicht im Übungsmodus. Und so sah das aus der Perspektive meiner Frau und meiner Kinder aus:

Schließlich muss auch das Equipment und die Ernährung getestet werden. Soweit so gut.

Am Vorabend ist also Pastaparty und ich hole meine Startnummer ab. Es herscht eine lockere familiäre Atmosphäre bei lecker Nudeln und Pfälzer Grumbeere mit Quark. Georg Kunzfeld hat 50 Stunden angekündigt. Das wäre Golden Ticket Race Rekord (bisher 41 Runden / Irland). In den USA schaffte Johan Steene 68 Runden beim Big Dog’s Backyard. Das sind in Zahlen: 456 km. Für mich aus einer anderen Galaxy. Wahnsinn! Courtney Dauwalter wurde Zweite mit 67 Runden. Hier in Kandel tritt nur eine Frau an, Jenny-Ann Erling aus Schweden. Ich habe das Glück, dass meine Cousine um die Ecke wohnt, die meisten anderen Läufer schlafen im Auto oder haben ihr Zelt im Stadion aufgebaut.

Ich gehe gut gesättigt etwas aufgeregt ins Bett. Wie vor den meisten Rennen schlafe ich schlecht. Dann stehe ich auf, noch bevor mein Wecker klingelt und mir fährt ein Krampf in die linke Wade. Oh nein! Und das schon vor dem Lauf. Das kann ja was werden. Also nochmal schnell die Waden ausrollen und dann ab ins Stadion.

Ich richte mich, wie all die anderen Läufer, ein. Klappstuhl, Sonnenschirm, Kühlbox, 7 paar Laufschuhe, Getränkepulver, Nüsse, Salztabletten, Mückenspray, Gels etc… Alles muss griffbereit gelegt werden um in den Pausen effektiv und schnellen Zugriff zu haben. Andere haben Supporter dabei, die sich in den Pausen um alles kümmern. Für so ein Format wirklich sehr sehr sinnvoll, wie sich rausstellt.

Nach einer kurzen Ansprache von Michael Ohler erklingt zum ersten Mal die Glocke. Das bedeutet in 3 Minuten geht es los. 2 Minuten vor dem Start erneut und dann noch ein letztes Mal eine Minute vor dem Start. So ist das vor jeder Runde.

Zur ersten Runde ist der Bürgermeister gekommen. Er lässt es sich nicht nehmen den Startschuss für den BBU abzufeuern.

Eine halbe Runde auf der Tartanbahn und dann raus in den Wald. An den Bäumen neben dem Trail immer wieder Schilder mit Motivationssprüchen, die einen zum Schmunzeln bringen. Schon jetzt ist klar es ist eine Veranstaltung in die sehr viel Herzblut gesteckt wurde. Auch die Strecke ist perfekt gewählt. Keine Höhenmeter und dennoch abwechslungsreich genug um viele Runden laufen zu können.

Doch wie soll ich es angehen? Ich habe immer wieder hin und her überlegt. Schneller laufen, dafür längere Pausen? Oder langsam laufen und kurze Pausen? Was ist auf die Distanz wohl die bessere Taktik? Ich entscheide mich dazu es am Anfang sehr ruhig an zu gehen. Immer wieder lege ich Gehpausen ein. Ich nutze dafür Fixpunkte. Eine lange Gerade über eine Lichtung scheint mir dafür wie geschaffen. Hier gibt es auch weniger Stechmücken als im Wald. Am Ende dieser Geraden bin ich am Ende des Feldes. Die hinteren Läufer sind gerade noch in Sichtweite. Ich lasse mich aber nicht verunsichern. Dann geht es wieder über in den Laufschritt und ich schließe wieder auf das Feld auf. Ins Ziel komme ich im hinteren Mittelfeld. So ist das die ersten drei Runden.

Die vierte Runde traue ich mich dann das erste Mal etwas mehr auf die Tube zu drücken. Ich möchte danach die Schuhe wechseln. Während ich das tue bekomme ich einen leichten Krampf im rechten Oberschenkel. Was ist denn heute nur los?! Auch mein Puls macht mir Sorgen. Er ist viel zu hoch für das langsame Tempo. Am Anfang dachte ich das wäre die Aufregung, aber nach vier Runden hat sich das nicht geändert. Seltsam! 20 Schläge höher als normal bei diesem Tempo sollte der Puls auch nicht bei dieser Hitze sein. Egal. Ich schau was geht und habe einfach Spaß.

Also Schuhe wechseln und weiter geht’s. Ich habe jetzt eine Art Routine. Schnelle und langsame Runden variieren scheint mir für mich die beste Lösung zu sein. So hat man immer mal wieder längere Pausen in denen man organisieren kann. Pulver in die Mischgetränke, Uhr aufladen, etc… Außerdem mache ich nach jeder Runde (naja fast jeder) ein Bild von mir um meinen Zustand festzuhalten.

Es läuft jetzt echt gut. Die Krämpfe haben sich nicht weiter ausgebreitet. Das habe ich ganz gut im Griff. Auch das mit dem Essen und trinken funktioniert. Das war ja nicht bei allen meinen Läufen so. Davor hatte ich am meisten Angst. Meine Familie kommt vorbei. Das gibt mir einen zusätzlichen Motivationsschub. Auch die anderen Läufer machen es zu einem tollen Event. Es es lustig und unterhaltsam. Phillip und Alex treffe ich immer wieder an den selben Stellen. Wir haben ähnliche Ziele. Einfach schauen was geht. Es wäre schön es bis zur Nachtrunde zu schaffen. 100 km wären der Traum. Es gibt halt doch auch normale Menschen bei so einem Lauf. Wobei, das liegt ja auch im Auge des Betrachters bzw hängt das von der Perspektive ab. Auf jeden Fall geht es immernoch wesentlich verrückter als man es sich vorstellen kann.

Nach Runde 7 gehe ich kalt duschen (naja, zumindest bis zur Körpermitte). Eine Wohltat bei dieser Hitzeschlacht. Außerdem wechsel ich erneut das Schuhwerk. Die fett gepolsterten Hokas sind jetzt gut für die Füße. Wobei meine Beine bisher echt noch relativ fit sind. Ich bin überrascht wie gut es läuft. Das Format scheint mir zu liegen. Ich glaube mitlerweile fest daran, dass ich die 100 km heute schaffen kann.

Jetzt gehe ich auf zwei langsame Runden. Komischerweise wird mir nicht langweilig. Ich habe kein Bedürfnis meinen MP3 Player mit auf die Strecke zu nehmen. Spannend finde ich es die andern Läufer zu analysieren. Was haben sie für Taktiken? Einige laufen jede Runde gleich, andere machen es wie ich und variieren. Noch sind alle im Rennen. Eine weitere Runde später höre ich die Schwedin lauthals singen. Zuerst habe ich mich etwas erschrocken. Ich dachte es wäre etwas passiert. Sie zieht konstant ihre Runden und mausert sich später unter den Läufern zur Geheimfavoritin. Nach 10 Runden steigen 3 Läufer aus. Die Hitze zollt ihren Tribut. Runde 12. Ich will nochmal eine schnelle Runde einstreuen um nochmal in den Genuss der Dusche zu kommen. Jonathan bekommt das mit und zieht mich. Er ist ein junger aber sehr erfahrener Ultraläufer. Nach dieser Runde müssen weitere 4 Läufer die Segel streichen. 11 Läufer sind noch im Rennen. Mein Minimalziel ist erreicht. Ich wollte nicht als erster Teilnehmer Aussteigen. Jetzt noch eine Waldrunde zum genießen und dann geht es auf den Asphalt.

Die Runde ist ein anderes Kaliber. Möglichst trist und eintönig soll sie sein. Schließlich soll das ganze hier eine mentale Herausforderung sein. Die Psyche wird genauso gefordert wie der Körper. Das habe ich im Vorfeld schon erfahren. Und genau so ist es. Aus dem Stadion raus und gerade aus bis zu einem Wendepunkt. Dann wieder zurück zum Stadion und links weg. Einen großen Kreis laufen und wieder zurück zum Stadion. Einmal komplett rum und wieder rein. Die einzigen Lichtblicke sind die Sprüche an den Straßenlaternen und die zahlreichen Glühwürmchen, denen man unterwegs begegnet. Auch im Stadion hat die Crew von Michael Aufmunterungen aufgestellt.

Ich habe seit der vorigen Runde leichte Kreislaufprobleme und das Essen und trinken fällt mir schwer. Andreas, der spätere Gewinner sagt, das wäre kein Problem. In der Nacht wird es kühler und nach 24 Stunden sehe ich dann weiter. Ne, is klar! Ich will aussteigen. Vielleicht wäre noch eine oder zwei Runden drin. Aber jetzt fängt auch mein Knie an zu schmerzen. Mir fehlen die Ziele um mich noch zu motivieren. Nach der nächsten Runde sind es 100 km. Mehr als ich jemals an einem Tag gelaufen bin. Ich entschließe mich die 15.Runde so zu absolvieren, dass ich es gerade im Zeitlimit schaffe. Ich höre auf. Die Entscheidung steht. Oder doch nicht? Doch! Es macht keinen Sinn. 20 Runden, 150km, 24 Stunden. Alles Ziele die in unendlicher Ferne liegen. 120km ist zu unsexy. 100km ist super. Damit bin ich fein. Also go for it! Phillip hat den selben Plan. Er hat keine GPS Uhr mehr und will sich einfach vor mir aufhalten um sicher zu gehen, es zu schaffen. Nach knapp 15 Stunden um kurz vor 23 Uhr laufe ich also über meine persönliche Finishline. Ich bin im Ziel und muss trotzdem mein erstes DNF erleiden. Wenn sich das immer so gut anfühlt habe ich davor keine Angst mehr. Ich bin glücklich und hoch zufrieden. Michael hängt mir meine Medaille um. Ich drücke ihn und gratuliere ihm zu dieser wirklich tollen Veranstaltung.

Ein unfassbar nettes Team hat hier eine tolle Atmosphäre geschaffen bei der es an nichts gefehlt hat. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr! Was auch immer ich mir dann für ein Ziel setze. Vielleicht ist es aber auch manchmal besser sich keine Ziele zu setzen und es einfach auf sich zukommen zu lassen. Ich vermute so hat es auch der Gewinner, Andreas Löffler, getan. Er ist unglaubliche 46 Runden gelaufen. Zusammen mit Harald Menzel sind sie 20 Stunden zu zweit unterwegs gewesen. Harald hat nach über 100 km die Rundenbestzeit von 28 Minuten auf die Strecke gelegt. Ihr seid doch alle verrückt! 😉

Ergebnisliste_BBU_2019

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Mach dein Laufrevier bunt again!

Und zwar damit. Ich habe es getan. Nebenbei tut man was gutes für die Insekten. Ich weiß es ist ein Kampf gegen Windräder aber wir können so unsere Umwelt ein kleines Stück schöner machen. Bei jedem Lauf etwas Wildblumensaat ausstreuen. Am Rand von Fahrradwegen, Wiesen und Co. Und dann freut man sich wenn man die ersten Ergebnisse sieht. Ich finds toll!

Ne, wat scheeee!!! Meine Laufsaat trägt erste Früchte. Die Wildbienen freuen sich. Und mein Laufrevier wird bunter. Toll!

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HEIDEwitzka! Was ein Spielplatz!

Neues Lieblings-Lauf-Revier. Die Wahner Heide. Ein bisschen Afrika bei uns um die Ecke. Herrlich! Perfektes Wüstenlauf-Trainingsgebiet. Mit Sandtrails und viel Natur. Fehlt nur noch das nächste Wüstenabenteuer… Irgendwann. Ich bin mir sicher.

Träumen von der Ferne und austoben im Sand inklusive!

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Reste-Runs

Erster Lauf nach 6 Wochen sportlich untertauchen bin. Puh! Das war ganz schön ernüchternd. Fitness Zustand desolat. Meine Polar hat mir einen neuen Running Index Tiefststand bescheinigt. Zumindest habe ich mich in der Zeit schnittmäßig mit Laufen beschäftigt. Bin endlich ma dazu gekommen den Namibia Film weiter zu schneiden. Wird Zeit sich neue Ziele zu setzen.

Familienausflug zur Tartanbahn. Intervalle gekloppt. Hechel!

Schöner Herbstlauf. I love the woods!

Mein erster Tartanbahn-Besuch seit der Schulzeit. Hat was da mal richtig Gas zu geben. Ersetzt aber keinesfalls das Laufen in der Natur.

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TRACES ON DUNES – The Namib desert race

Da ist das Ding! Die 103 minütige Doku über mein Laufabenteuer des Lebens!

250 km Etappenlauf in Namibia in der ältesten Wüste der Welt und den höchsten Sanddünen der Erde in Eigenverpflegung.

Das Rennen von 4 deserts racing the planet Sahara Race 2017 mit dem Little Desert Runners Club und vielen anderen tollen Menschen.

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Coming soon! TRACES ON DUNES – The Namib desert race

Es war das Abenteuer meines Lebens und ich habe es verfilmt. Natürlich dreht sich die 103 minütige Doku nicht nur um mich. Es geht um Freude und Schmerz. Ich habe verschiedene Läufer aus dem Little Desert Run bei dem 250 Kilometer Etappenlauf durch die Namib Wüste (4 deserts / racing the planet) begleitet. Am Sonntag den 7.4.2019 werde ich den Film auf youtube veröffentlichen. Abonniere doch gerne meinen Kanal http://www.youtube.nobs-blog.de dann verpasst du auch nichts 😉 Bis dahin kannst du dir den Trailer anschauen. Hier ist er!

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Rodgau 50 – 2019

Ich machet kurz. Habs ja schon mal erlebt im Zuge meiner Vorbereitung zum Sahara Race 2017.

Der legendäre Rodgau 50 ist dieses Jahr 20 geworden und ich bin dabei sowie 850 weitere Starter. Deshalb gibt es diesmal auch ein besonderes Präsent vor dem Start. Ein Rucksack für die extra langen Läufe. Und im Ziel warten zum ersten Mal Medaillen.

Die Extramotivation!

Also, um 10 Uhr geht es bei Eiseskälte auf die noch etwas rutschige 5 Kilometer Runde. 10 mal will ich hier über diese Start und Ziellinie fliegen. Von Fliegen kann allerdings maximal 6 Mal gesprochen werden, dann geht es über in Laufen, dann Joggen, dann Quälen. Die letzten beiden Runden breche ich ziemlich ein.

Bis Runde 6 ging mein Plan perfekt auf.

Langsam starten (5:30er Pace) dann Runde für Runde steigern. Ab Runde 6 will ich die 4:50 – 5er Pace halten. Das gelingt mir aber leider nicht. Dazu bin ich einfach nicht fit genug. OK ich könnte es auch auf den rauen Wind schieben. Das wäre aber lächerlich. Die 40km/h Böhen klauen mir maximal 2 Sekunden pro Kilometer. Am Rest bin ich schon selber Schuld. Aber ich bin dennoch zufrieden, weil ich für meine Tagesform wirklich das Beste raushole. Mehr ist nicht drin.

Ich bin platt als ich nach 4:29 das Ziel erreiche.

So platt, dass ich erstmal komplett vergesse mir meine Medaille abzuholen. Zum Glück machen mich Mitläufer darauf aufmerksam nachdem ich von meiner Umwelt wieder etwas mitbekomme.

Kurz noch ausruhen, was trinken, essen, umziehen und mit Motsch zurück zum Auto wackeln. 800 Meter, die sich echt weit anfühlen. Wie kann man nur so bescheuert sein und freiwillig 50 Kilometer im Kreis laufen und dafür noch Geld bezahlen? Es ist mein 6ter Ultramarathon und während mir wie schon des Öfteren diese Frage durch den Kopf schießt ist mir die Antwort eigentlich schon klar. Es gibt sie nicht. Diese eine Erklärung. Mal ist es das Gefühl seine Grenzen zu spüren und diese zu überwinden. Sich selbst kennenzulernen. Mentale Stärke zu erlangen. Mal ist es die Faszination am Rennen selbst. Auf einem Ultra kann alles passieren. Ich kann über mich hinauswachsen, ich kann völlig einbrechen. Wie reagiere ich mental auf diese Situationen. All das ist spannend und nichts kann das so gut wie ein Ultramarathon. Manchmal ist es aber auch schlicht der Drang das zu erreichen was man sich als Ziel gesetzt hat. Und Ziele sind wichtig um nicht in Stillstand zu verfallen. Genauso wie die Neugier. Die kann auf verschiedene Weise gestillt werden. Ich bin jedenfalls neugierig was ich noch alles laufend entdecken kann. Da draußen in der Welt und da drinnen in mir.

Laufen ist leben. Sehr langes Laufen ist leben mit allen Facetten.

Der Rodgau 50 hat wieder riesen Spaß gemacht und ich blicke zurück auf eine top organisierte Veranstaltung mit vielen Gleichgesinnten. Die halbe Ultra Szene ist hier versammelt und ich durfte einige Bekannte treffen. Ein toller Tag im schönen Hessenland. Und zum Abschluss darf ich noch einen wunderschönen Familienabend mit Papa und meinen Schwestern in einem Restaurant in meiner Ex-Heimat Alzenau verbringen.

Ich komme wieder. Ganz bestimmt.

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tiggedi test – topo ultrafly 2

Einen schönen 1.Advent wünsche ich euch!

Nach dem Tiggedi Test vom MT-2 habe ich mir den gleichen Schuh für längere Distanzen mit etwas mehr Dämpfung gewünscht. Ist der Ultrafly mein wahrgewordener Traum? Ich habe ihn ausgiebig ausprobiert. Eins vorneweg: Ich werde ihn definitiv weiterhin laufen…

Viel Spaß beim neuen Tiggedi Test!

Ich bekomme für dieses Video übrigens kein Honorar vom Hersteller.

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nobs podbuch – episode 10

Download: nobs – podbuch – episode 10

Shownotes:

Tina Dico – On The Run

Orthopäde – Dr. med Frank Schmähling

Hoka One One – Speed Instinct

Rheinhöhenlauf

Köln Marathon

7G Marathon

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neuer testschuh – topo – ultrafly 2

Ich bin etwas lauffaul geworden in den letzten Wochen. Da kommt es mir gerade Recht, dass ich dieses Prachtstück per Post erhalten habe. Das steigert die Motivation enorm. Den MT-2 von Topo Athletic durfte ich ja schon testen. Nach wie vor ein von mir sehr gern gewählter Schuh nicht zuletzt wegen der großen Zehenbox. Das hat auch der Ultrafly 2, soviel kann ich schon mal verraten. Bin schon gespannt wie er sich sonst so schlägt. Jetzt schnell die Erkältung auskurieren und dann geht’s wieder los… Freu!!!

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