ISRU – Iranian Silk Road Ultramarathon 2016 – Part 2

Am Morgen des 01.Mai sind alle Teilnehmer eingetroffen und die Ausrüstung wird gecheckt. Danach ist noch eine große Konferrenz. Die Abläufe werden beschrieben. Alle Fragen werden geklärt und es gibt Infos und Anweisungen für die mediale Arbeit. Dann kann es endlich losgehen. Ab in die Busse und los Richtung Lut Wüste. Am Mittag machen wir einen Stop an einem syrealen Ort. Mahan Garden. Mitten im Nirgendwo eine grüne Oase. Alles was dazu gehört. Ein schönes Anwesen mit Pflanzen, Blüten und Springbrunnen. Hier essen wir zu Mittag. Es gibt Fleisch mit Reis und dazu Cola. Aber was dann passierte, war eines meiner vielen Highlights der Reise. Wir haben in Shahdad gehalten. Das ist offiziel das heißeste Dorf der Erde.

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Hier wurden wir von der kompletten Dorfgemeinschaft inklusive Bürgermeister in Empfang genommen. Es war eine regelrechte Zeremonie. Wir wurden bejubelt, es wurde getrommelt und wir bekamen Blumen. Strahlende Kinderaugen verursachten nicht nur bei mir Gänsehaut und das bei knapp 40 Grad. Einer der Dorfjungen verfolgte unseren Bus zu Fuß bestimmt 2 Kilometer, als wir ihn mit einem riesen Applaus verabschiedeten. Was für ein Moment. Kurz darauf erreichen wir unseren ersten Übernachtungsplatz in der Wüste.

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Eine alte Caravanserai. Das letzte mal Stromanschluss. Das letzte mal 4 Wände und eine Decke. Alberto, ein Läufer aus Italien, der im richtigen Leben Koch ist, bereitete Pasta für alle zu. Aufgeregt und voller Vorfreude legen sich alle auf den mit Teppich und Kissen belegten Boden. So bequem wird es eine Weile nicht mehr. Doch stop. Ich muss mal. Und wenn ich schon mal dabei bin, nehme ich doch gleich noch mein Waschzeug mit. Die Toilette ist außerhalb. Es ist stockdunkel. Also Stirnlampe auf den Kopf und ab ins Abenteuer. In einer Ruine befindet sich das Stehklo, alles voller Scharben und Dreck. Dazu ein typischer etwas strenger Klogeruch. Ich kann das nicht! Zu groß das Kopfkino mit den Scharben in Verbindung mit meinem nackten Hintern frei schwegend über einem verdreckten Loch. Aber ich habs versucht. Dann verrichte ich mein großes Geschäft lieber einen Tag später in der Wüste in der freien Natur. Und dann passiert es. Als ich meine Hose wieder hoch ziehe, fällt mein Handy direkt ins Klo. Extra Pfui! Aber, ich habe Desinfektionsmittel dabei. Die halbe Tube drauf, dann gehts schon wieder. Jetzt aber schnell hier raus. Ich muss auch schon gar nicht mehr. Gute Nacht!

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