ISRU – Iranian Silk Road Ultramarathon – Part 3

IMG_4837 (2)

Viel Zeit am Morgen und trotzdem hektik. Die ersten Läufer sind um 4:30 Uhr aufgestanden. Letzte Vorbereitungen. Auch ich checke nochmal die Kameras und den Rest der Ausrüstung. Eine Stimmung voller Vorfreude, Nervosität, Bedenken und purer Lust auf dieses Ereignis. Der Renndirektor stimmt nochmal alle ein. Der Urlaub sei vorbei, jetzt beginnt das Rennen. Ich frage mich das erste mal, wie es wohl wäre jetzt selbst an der Startlinie zu stehen. Dann 8 Uhr Startschuss. 250 km Stein, Salz und Sandwüste liegen vor uns. Ich darf mit dem Medical Car mitfahren. Immer wieder feuern wir die tapferen Läufer an und ich versuche aus dem wackelnden Jeep gute Bilder zu schießen. Nicht so einfach. Ich hoffe es werden mir im Laufe des Rennens noch bessere Gelegenheiten geboten die Wettkämpfer abzulichten. Nach einigen Stops an den Checkpoints erreichen wir am Mittag das erste Camp. Es ist schon zum Großteil aufgebaut. Ich sehe das erste mal die Zelte in denen wir die nächsten 6 Nächte verbringen werden. Zu viert bieten sie genug Platz. Alles fein.

IMG_4453 (2)

Es wurden auch „Toiletten“ errichtet. Das sind kleine Einmann Zelte ohne Boden. Darunter ein Loch gegraben und gut ist. Zumindest keine Scharben. Mal sehen, wann ich die das erste mal nutze… Jetzt muss ich erst mal nicht. Mein Darm hat sich scheinbar so erschrocken, dass er jetzt erst mal nicht mit mir kommunizieren will. Auch gut. Ich bekomme die Möglichkeit mit Hilfe eines Generators 2 Stunden meine Akkus aufzuladen. Rafael kommt schreiend ins Ziel. Einer der einheimischen Läufer braucht Hilfe. Rafael hat ihm sein komplettes Wasser und Salztabletten gegeben. Der Athlet ist kollabiert aber er sei nicht in Lebensgefahr. Trotzdem muss schnell gehandelt werden. Schließlich wird er gut versorgt. Der iranische Läufer muss das Rennen aber dann abbrechen. Ansonsten kommen alle gut im Camp an. Der feine Herr Fuchsgruber beendet die erste Etappe als Sieger der Lite Version. Mohamad Ahansal führt erwartungsgemäß in der 250 km Wertung. Ein erfolgreicher erster Tag, auch wenn die Hitze (45 Grad) dem Personal und den Sportlern zu schaffen macht. Dass die Temperaturen im Laufe der Woche noch um 10 Grad steigen, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch niemand.

Share Button
2 thoughts on “ISRU – Iranian Silk Road Ultramarathon – Part 3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: