Rheinhöhenlauf 2016

Es ist Freitag Abend und morgen steht ein 35 km Trainingslauf für den Kölnmarathon an. Es soll der letzte Longrun sein bevor es in die Tapering Phase geht, in der der Körper richtig regenerieren kann um dann beim Saisonhöhepunkt, dem Kölnmarathon, seine beste Leistung abrufen zu können. Doch ich entscheide mich statt des Trainingslaufs an einem Wettkampf teilzunehmen. Der Rheinhöhenlauf. Das ist ein Halbmarathon durch das Grenzgebiet zwischen Westerwald und Siebengebirge. Der Start ist am Samstag um 13 Uhr. Ich habe also Samstag Morgen genug Zeit meine Sachen zu packen und mich mit einem guten Frühstück zu stärken.

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Jetzt noch schnell die Muskeln mit der Faszienrolle wecken und lockern. Dann ab ins Auto und los. Ich hoffe ich bekomme noch einen Startplatz! Ich bin spät dran. Bis 12 Uhr kann man sich offiziell nachmelden. Wir haben 11:34 Uhr und mein Navi sagt „noch 20 Minuten“ Fahrzeit. Leider hat es die Umleitung nicht einberechnet. Ich stehe also 2 Minuten nach 12 am Nachmeldestand. Puh! Ich bekomme noch eine Startnummer. Glück gehabt. Das Event Shirt gibt es nur noch in XS oder XXL. Ich entscheide mich für das Kleine. Vielleicht passt es ja meiner Tochter. Nachdem ich noch mal entspannt zum Parkplatz geschlendert bin und mich dort umgezogen habe geht es also an den Start.

Ich freue mich riesig! Schon lange keinen Wettkampf mehr bestritten.

Dann geht es los. Ziemlich eng die ersten 3 km auf der Strecke. Ich kann meine Pace nicht laufen. OK, ist ja sowieso nur ein Vorbereitungswettkampf denke ich mir. Als sich das Feld dann aber etwas lichtet packt mich doch der Ehrgeiz. Ich arbeite mich immer weiter nach vorne. Es ist eine wunderschöne Strecke durch die Natur. Es geht rauf und runter. Hauptsächlich befestigte Waldwege. Aber auch Schotter und mal kleine Trails. Es läuft richtig gut, meine Hüfte macht keinerlei Probleme und auch sonst fühl ich mich richtig gut. Meine Pace pendelt sich so bei 4:40 ein. Es überrascht mich, dass ich das bei diesem Gelände halten kann und ich entschließe mich dazu, dass ich versuche das durchzuziehen. Viele Läufer sehe ich ab km 15 nicht mehr vor mir. Entweder ich bin wirklich schon unter den Top 20 oder die anderen sind soweit weg, dass ich sie nicht mehr sehe. Den ein oder anderen kann ich noch einsammeln. Dann muss ich mal. So ein Mist, gerade jetzt wo es so gut läuft. Ich muss also wieder 4-5 Läufer passieren lassen. Doch ich kann sie kurz darauf wieder einsammeln. Man macht das Spaß! Den Läufer, den ich seit ca 3 km vor mir sehe, kann ich nicht mehr erreichen. Er war aber eine gute Motivation für mich die Pace zu erhöhen. Den letzten km geht es dann über Asphalt und ich hau nochmal alles raus was geht.

Ich passiere in einer Zeit von 1:36:31 (brutto) die Ziellinie und bin von mir selbst überrascht. Nur 2 Minuten über meiner Halbmarathon Bestzeit. Und dass bei 380 Höhenmetern und vergeigten ersten 3 km + Pinkelpause.

Das reicht für Gesamtplatz 26 (von 422 Startern) und in meiner Altersklasse für Platz 6. Mein bestes Ergebnis bisher. Ich bin glücklich!

Das Rennen gehört zu einer Rennserie mit vier Läufen mit unterschiedlichen Distanzen und Anforderungen. Von einem 6 km Berglauf bis zum Siebengebirgsmarathon. Ich werde versuchen nächstes Jahr die komplette Serie zu laufen. Das Rennen war top organisiert. Wunderschöne Streckenführung und eine gute Atmosphäre. Tolles Event!

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One thought on “Rheinhöhenlauf 2016

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