Train 4 Sahara Race (Namibia) – Bonn Marathon 2017

Mitten im Training statt nur dabei.

Das war mein Motto für den diesjährigen Deutsche Post Marathon in Bonn. Bereits zweimal habe ich an diesem schönen Event teilgenommen. Doch dieses Mal lag dort zum ersten mal die volle Distanz von 42,195 km vor mir. Das heißt in der ehemaligen Hauptstadt zwei Runden zu drehen. Und das ist auch gut so, denn so passiert man nicht nur die wunderschön blühenden Kirschbäume zweimal, sondern man wird auch zweimal von vielen laufbegeisterten Zuschauern  stimmungsvoll durch die Innenstadt gepeitscht. Auch die Kennedybrücke ist ein Highlight. Hier gibt es neben Anfeuerungsrufen auch traditionell Sambatrommeln auf die Ohren. Tolle Atmosphäre!

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Ich war mir bis zwei Tage vor dem Event noch nicht sicher, ob ich dieses Jahr diesen Marathon laufen werde. Passt es in meinen Trainingsplan für Namibia oder nicht? Ist es gut für mein Knie und meine Hüfte? Eher nicht, aber ich brauche lange Läufe und für die Psyche ist es sicherlich sinnvoll noch mal ein Rennen zu laufen. So meine Gedanken. Also Vor- und Nachteile abwägen und am Schluss auf den Bauch hören. Was der gesagt hat ist ja spätestens mit Veröffentlichung dieses Berichts klar.

Kein Angriff auf meine Bestzeit sondern knallhartes Wüstentraining

So die Herangehensweise. Deshalb mit Rucksack. Nicht mit vollem Gewicht aber 6,5 kg sollten es schon sein. Und mein „Coach“ (Rafael Fuchsgruber) läuft auch mit.

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Das sollte eigentlich keine zusätzliche Belastung sein. Die Betonung liegt aber hier auf „sollte“. Der hat nämlich Musik auf den Ohren und das lässt er mich zur härtesten Phase des Rennens merken. Er brummt Baselines und ich soll erraten welcher Song das ist. Doof nur, dass ich bei der 35 km Marke in einem Tief bin und echt keinen Bock habe zu reden. Und schon gar nicht doofe Quizfragen zu lösen. Außerdem geht mir seine gute Laune zu dem Zeitpunkt sagen wir mal gegen den Strich. Warum ist er nur immer noch so fit und ich muss aufpassen nicht auf meine Zunge zu treten. Das war so nicht abgemacht! Aber jetzt mal im Ernst. Vielen Dank Rafael, dass ich diesen Marathon mit dir laufen durfte. Es war mir eine Ehre und mit jedem Lauf, den ich mit dir machen darf lerne ich sehr viel dazu. Auch mit anderen Läufern hatten wir tolle Gespräche.

Wir wollten unter 4 Stunden ins Ziel kommen und mit einem 150er Puls laufen. Am Ende wurde es eine 3:53 mit einem Durchschnittspuls von 155 bei mir. Also eigentlich völlig OK, wenn ich nur nicht so fertig wäre. Das macht mir Angst und lässt mich zweifeln, ob ich das 250km Etappenrennen in Namibia wirklich schaffen kann. Mit 3 kg mehr Gewicht, 20 Grad wärmer und Sand. Warscheinlich gehören diese Zweifel dazu. Sonst wärs ja auch zu einfach. Ich bin gespannt! Für ne Abmeldung ist es eh zu spät. Außerdem freue ich mich viel zu sehr auf dieses Abenteuer.

Ach ja, spenden nicht vergessen Leute!!!

Verwendungszweck: Tangeni-Run

Tangeni Shilongo Namibia e. V.
Kölner Bank eG
DE04 3716 0087 5730 5710 05
GENODED1CGN

Danke!

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