Lesestoff

Ja, was soll ich sagen…? Voll verschlafen diese wunderbaren Bücher zu rezensieren. Bzw. habe ich meinen Fokus in letzter Zeit auf andere Dinge gelegt als die Blogpflege. Nein nicht Blockflöte! Blog-Pflege!!! Für tiefgehende Rezensionen fehlt mir auch derzeit leider die nötige Ruhe. Aber Empfehlungen kann ich trotzdem mal raushauen.

Triathlon Total – Roy Hinnen

Jetzt bin ich nicht gerade dafür bekannt Spaß am Fahrrad fahren zu haben. Schwimmen gehe ich dagegen ab und an ganz gerne mit meinen Kindern. „Plantschen“ trifft es wahrscheinlich eher. Wobei auf 50 Metern war ich in der Schulzeit tatsächlich relativ schnell. Ab der dritten Bahn lässt es aber auch genauso schnell nach. Als sportlichen Schwimmer würde ich mich also nicht beschreiben. Wie auch immer! Triathlon ist jedenfalls nicht so meine Disziplin. Trotzdem bin ich in den Genuss gekommen dieses Buch zu lesen. Und das meine ich tatsächlich so. Es ist ein ausgesprochen interessantes Buch (nicht nur für Triathleten) mit vielen vielen Tipps zur Technik. Garniert mit Trainingsübungen und sogar Trainingsplänen. Dazu gibt es Hinweise zu Ernährung, Periodisierung und dem richtigen Tapering vor Wettkämpfen. Es ist immer übersichtlich aufgeteilt in die 3 Disziplinen. Immer wieder findet man auch einen QR Code über den man sich Videos zum jeweiligen Kapitel ansehen kann. Alles wirklich sehr durchdacht und hilfreich. Zudem wird jedes Kapitel mit einem Fazit und einem Comic abgerundet, was die Kernaussagen super auf den Punkt bringt. Es geht aber nicht nur um das körperliche Training, die Technik und Co. sondern um viel mehr. Das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist. Wie man sich mental vorbereitet und den Willen stärkt. Dabei werden auch immer wieder außergewöhnliche Wege vorgeschlagen. Jeder Leser kann sich da etwas rausziehen was in sein Lebensmodel passt, ob Hobbysportler oder leistungsorientierter Profi.. Manches ist mir etwas zu spirituell. Anderes kann ich wiederum gut nachvollziehen. Roy Hinnen erklärt einiges anhand seiner eigenen Geschichte und seinen Erlebnissen. Das macht das ganze unterhaltsam und durchaus kurzweilig. Ich gebe zu ein paar wenige Kapitel übersprungen zu haben. Beispielsweise in denen es konkret um Techniken zum Fahrradfahren oder Schwimmen geht. Aber es ist nicht so, dass man mit 2/3 des Buches als Läufer nichts anfangen kann. Es ist eher so, dass 70 oder 80 Prozent einen wirklichen Mehrwert für Läufer haben. Und wer weiß, vielleicht bestreite auch ich ja irgendwann mal einen Triathlon.

Vielen Dank an Iris Hadbawnik und den Sportwelt Verlag zur Zusendung des Rezension-Exemplars!

“Mein längster Lauf“ – Rosie Swale Pope

Kein ganz taufrisches Buch. Aber bis heute eine unglaubliche Leistung was diese Frau da gemacht hat. Sie ist mit allem was sie so zum Leben braucht einmal um die ganze Welt gelaufen. 5 Jahre hat sie dafür gebraucht und hat einiges erlebt. Manchmal geht es mir zu schnell mit den Zeitsprüngen. Und wenn ich das schon schreibe…. Ich bin nämlich eher lesefaul. Doch hier könnte ich einfach noch viel viel tiefer in diese abenteuerlichen Geschichten eintauchen. Dabei geht es gar nicht immer primär ums Laufen an sich, sondern um das drum herum. Ob das die unfassbaren Begegnungen mit Mensch und Tier sind, das pure Überleben oder die ganz private Geschichte dieser faszinierenden Engländerin. Sie ist mitlerweile über 70 und läuft auch jetzt noch durch die Welt. Demletzt erst von ihrem Heimatort nach Berlin. Ich bin beeindruckt und immernoch geflasht von diesem Buch und noch mehr von Rosie.

Passion Laufen – Rafael Fuchsgruber

Brauch ich eigentlich nix zu schreiben. Dass ich Fan bin is ja eh klar. Warum? Erstens: Sein Buch „Running Wild“ hat mich inspiriert und dazu gebracht in die Wüste zu gehen. Zweitens: Ich durfte diesen wunderbaren Menschen kennenlernen, mit ihm laufen und auf meine größten Abenteuer gehen. Iran (ISRU) und Namibia (Namib Desert Race). Wir sind Freunde geworden. Drittens: Auch ich komme in dem Buch vor. Viertens: Es ist wie immer amüsant und unterhaltsam geschrieben. Viertens: Neben mir 😉 kommen auch andere Größen der Laufszene und Experten zu Wort. Und die haben echt was zu erzählen. Und lernen kann man auch einiges. Auch von meinem geschätzten Orthopäden und Hawai Ironman Finisher Frank Schmähling. Und schließlich Fünftens: Es ist einfach ein mega Buch auch haptisch und optisch mit tollen Bildern. Also kaufen und lesen, Leute!

Du kannst wenn du willst – Antje Wensel

Und wo wir schon dabei sind. Auch hier spiele ich eine kleine Rolle. Aber das ist noch nicht mal der Grund warum ich dieses Buch empfehle. Auch nicht weil Rafael hier als Co Autor auftritt. Nein! Einfach weil es ein ehrliches authentisches Buch einer tollen Frau ist. Ich durfte sie in Namibia kennenlernen und war sofort warm mit ihr. Ihre ruhige und angenehme Art kommt auch in diesem Buch gut rüber. Was sie nach Rückschlägen in kürzester Zeit geschafft hat ist einfach hammer. Sie bekam die Diagnose Lipödem, womit eigentlich der Traum geplatzt ist die Welt laufend zu erkunden. Aber nicht für Antje! Sie dachte: Jetzt erst Recht. Dieses Buch ist ein Mutmacher verpackt in eine unglaublich fesselnde Geschichte. Toll!

Einen Somer lang – Denis Wischniewski

Auch diesen Autor durfte ich bereits persönlich kennen lernen. Bei einem „nobs trifft“. Gibts hier auch irgendwo in meinem Blog oder auf meinem youtube Kanal. Und was soll ich sagen. Ich liebe Menschen, die Ziele haben und sie verfolgen. Bei ihm fallen die manchmal auch etwas größer aus. So wie das hier in dem Buch beschriebene. Er wollte von München nach Istanbul laufen. Das hat er auch getan. Jedenfalls fast. Politische Ereignisse hinderten ihn daran die türkische Metropole zu erreichen, nicht sein Körper. Was auf dieser Reise zu Fuß so alles passiert – auch zwischenmenschlich – ist hier aufs feinste sehr bildhaft beschrieben. Das sind genau die Geschichten, die ich liebe. Abenteuer Laufen! Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den Film dazu immer noch nicht gesehen habe. Hole ich nach…

42,195 – Matthias Politicky

Sollte man gelesen haben, wenn man Marathon Läufer ist. Kann man auch machen. Habe einiges gelernt und fühlte mich gut unterhalten. So einfach.

Achilles Ferse Band II – Achim Achilles

Knackige Kurzgeschichten über das alltägliche Laufen und das drum herum. Das ganze garniert mit einer ordentlichen Portion Humor. Denke das beschreibt das Buch so wie es ist. Ich musste das ein oder andere Mal laut lachen. Passiert beim lesen sonst eigentlich eher selten. Meine Frau war etwas genervt, weil ich ihr immer wieder kurze Passagen vortragen musste. Sorry, ging nicht anders 😉 Einfach witzig!

Die Trail und das Ultra Running Magazin

gehören ja so oder so zu meinem regelmäßigen Lesestoff. Denis Wischniewski und sein Team machen da wirklich tolle Arbeit. Ob Trainingshinweise, Abenteuer Berichte, Tests oder was man sonst noch so erwarten kann sind hier immer unterhaltsam und informativ verpackt. So sind diese Zeitschriften ein muss für Trailläufer, die an dieser tollen Szene teilhaben wollen.

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One thought on “Lesestoff
  1. Hey Nobs,
    vielen Dank für die Leseempfehlungen. Das Buch von Rosie Swale Pope klingt besodners spannend und ist direkt auf meiner Leseliste gelandet.
    Liebe Grüße
    Jahn

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