7G-HM-DNF

OK, ich gebe zu die Beitragsüberschrift „7G-HM-DNF“ sieht aus wie ein KfZ-Nummernschild. Apropo Auto. Das hätte ich an diesem Tag wohl lieber stehen lassen und zu Hause bleiben sollen. Nicht nur wegen der Umwelt oder weil sich diese Veranstaltung „Siebengebirgsmarathon“ nicht lohnt, ganz im Gegenteil. Aber für meinen Körper wäre es die richtige Entscheidung gewesen. Immerhin habe ich das nach 4 Kilometern eingesehen und bin dann bei Kilometer 5, am ersten Verpflegungspunkt, ausgestiegen.

Mein erster DNF (Did Not Finish)!

So, jetzt bin ich nach 6 Jahren laufen endlich auch ein kompletter Läufer 😉 Muss ja jeder mal mitgemacht haben, habe ich mir sagen lassen.

Ich habe mich echt auf diesen schönen Landschaftslauf durch das nahe gelegene Naturschutzgebiet im Siebengebirge gefreut. Auch wenn ich nicht gezielt darauf vorbereitet war, hatte ich schon Ambitionen zumindest besser abzuschneiden als noch 2016. Damals bin ich den im Zuge der Vorbereitung zum Sahara Race gelaufen. Wir haben das gemeinsam als Little Desert Runners Club gemacht. Ich hatte also gute Erinnerungen an diesen Lauf.

Diesmal habe ich mir eine Durchschnittspace von 4:30 min/km vorgenommen. Ich kannte meine Form ja so ungefähr vom Platinman, der 4 Wochen vorher stattfand. Soviel zur Theorie. Problem an der Sache war, dass ich am Mittwoch vor dem Rennen eine leichte Magen Darm Grippe hatte. Das war aber eigentlich schon wieder OK. Aber halt scheinbar nur eigentlich. Als ich nämlich am Morgen, oder soll ich sagen mitten in der Nacht, um halb 7 aufstand, ging es meinem Magen gar nicht gut. Dicker Blähbauch. Ich dachte, das wird sich bis zum Start bestimmt wieder legen. Es wurde auch besser. Vor allem, nachdem ich zweimal… Ach lassen wir das.

Trotz der Toilettengänge und dem Abholen der Startunterlagen hatte ich noch Zeit mich nett mit zwei Bekannten aus den sozialen Netzwerken zu unterhalten. Grüße an Patrick und Steffen! Später kurz vor dem Start habe ich dann auch noch Angela aus dem LDRC getroffen. Schön dich wenigstens mal kurz kennengelernt zu haben!

Und dann ging es nach einer kurzen Warmlaufrunde auch schon los. Magen ganz OK, die Pace stimmt, Wetter passt. Läuft! Doch nach 1-2 km merke ich, dass es dem Magen immer schlechter geht. Läuft nicht mehr so gut aber ich halte die 4:30er Pace. Kurze Zeit später fängt auch der Kreislauf an nicht mehr ganz mitzuspielen. Es macht keinen Sinn. Trotzdem laufe ich noch einige Hundert Meter weiter in meiner Pace, die ich mir vorgenommen habe. Dann werde ich langsamer. Ich will versuchen in einem moderateren Tempo den Halbmarathon zu bestreiten. Aber auch das macht nicht wirklich Spaß und dem Magen gehts immer schlechter. Also abbrechen. Es hat keinen Sinn. Ich laufe noch bis zur ersten Verpflegungsstation und frage, wie ich am schnellsten zurück zum Startbereich komme. Am besten alles wieder genau so zurück. Für mich keine Option, weil ich mich im Wald verlaufen würde. Also an der Straße entlang. Es sind knapp 4km und ich sitze wieder in meinem Auto und überrasche meine Familie beim Frühstück. Hunger habe ich allerdings keinen. Ich lege mich hin und wir verbringen einen gemütlichen Familien Sonntag. Auch schön!

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