Das ist der nobs

Der nobs heißt privat auch Steffen oder Papa, wenn er Rapmusik macht KonTakt und als seine kleine Schwester vor etwa 30 Jahren noch nicht richtig sprechen konnte nannte sie ihn Piff Paff.

Nobs ist wohl eine Ableitung von dem Spitznamen Norbert.

So wurde ich in der Oberstufe genannt. Vermutlich ist das wiederum eine Ableitung aus meinem Nachnamen. Wie auch immer. Aus Namen habe ich mir noch nie viel gemacht.

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Zum Thema: Heute bin ich 36 und ja, ich mache wieder Sport! In meiner Jugend war ich nämlich mal sportlich. Leider bin ich da nicht wirklich dran geblieben. Mit 17 fand ich Vinyl spannender, besser gesagt die Beats die da reingeritzt waren. Ich war Hobby DJ. Mist noch ein Name: DJ Rubdown. Ja, ich weiß, kann man falsch verstehen. Hat aber nix mit Runterschrubben zu tun! OK, bewegt habe ich mich auch ab und zu zu diesen benannten Beats. Mit meiner Breakdance Crew „Spinnin‘ Flava“ wurde es sogar hin und wieder richtig anstrengend. Später wollte ich dann selbst ans Mic. Ich wurde „Rapstar“ 😉 bzw „Superstar“.

Mit meinen Crews „Wortgewandt“, „Ohne Fronten“, „Ronnex & KonTakt“ und schließlich mit der „Rapkapelle“ stürmten wir die Bühnen der Stadtfeste, kleine Festivals, Jugendzentren und hin und wieder auch große Hallen.

Das war zwar in gewisser Weise auch eine Art Sport (jedenfalls während der Stunde Liveshow) aber eher war es doch Party machen, lange Nächte durchfeiern und was halt so dazu gehört.

Damals hätte ich nie gedacht, dass ich mal Spaß daran haben werde 42 km zu laufen. Ausdauersport habe ich in der Schulzeit schon gehasst. Ich war eher so der Sprinter Typ. 100m in 11,3 war schon ganz OK, ohne spezielles Training dafür. Später bin ich ein paar Jahre pumpen gegangen (Muckibude). Mal regelmäßiger mal weniger.

Ein Sprung in die Jetztzeit. Vor ca. 3,5 Jahren habe ich mich, nach 3-4 jähriger Sportabstinenz, mit den Familienvätern meiner Nachbarschaft zum Fußballspielen verabredet. Die Altherrenmanschaft spielte 1 mal die Woche. Da gings richtig zur Sache. Jedenfalls kam mir das so vor. Ich musste regelmäßig ins Tor oder auf die Auswechselbank. Nicht weil ich so schlecht Fußball spiele, sondern weil ich einfach nicht mehr konnte. Oftmals schon nach 10 Minuten. Ich beschloss, daran musst du was ändern. Du musst definitiv was für deine Ausdauer tun.

Ich begann im Dezember 2013 zu laufen.

An meinen ersten Trainingslauf kann ich mich noch sehr gut erinnern. Einmal ums Neubaugebiet, das war mein Ziel. Ich lief also los. Und schon war ich wieder da. 12 Minuten für knapp 2 km. Man war ich stolz. Als ich klingelte und mir meine Frau mit großen Augen aufmachte, verließ mich der Stolz. Sie fragte, was los sei? Ob ich was vergessen hätte? „Äh, nein! Warum?“ „Du bist doch gerade erst los!“ „Ich bin fertig. Völlig am Ende.“ Darauf kam noch ein trockenes „OK.“ Aber das hat mich, nachdem ich mich davon erst mal erholt habe, noch mehr motiviert. Meiner Frau werde ich es zeigen, und beim Fußball werde ich durchspielen. 90 Minuten Dauerpressing. Die werden Augen machen. Und so steigerte ich meine Laufleistung nach und nach. Kilometer für Kilometer, Minute für Minute. Ich meldete mich für die ersten Wettkämpfe an und von den Altherrenfußball-Terminen ab. Ich könnte mich ja verletzen. Irgendwie auch schade. Das Kicken macht ja auch schon Spaß.

Mittlerweile bin ich einige Halbmarathons und zwei Marathons gelaufen.

Mal sehen, was da noch so kommt. Ein sehr erfolgreicher deutscher Läufer hat mir vor einigen Wochen geschrieben, mein Weg sei vorbestimmt. Sein Wort in Gottes Ohr. Bis dahin blogge ich hier ein bisschen und mache kleine Filmchen. Die mache ich übrigens auch beruflich als Cutter, Kameramann und Geschäftsführer eines kleinen Medien und Entertainment Unternehmens: neuperTainment

nobs

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