nobs podbuch – episode 2

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Shownotes:

Prinz Pi – Marathon Mann

Eschathlon

LaVita

Moses Pelham – Ein schöner Tag

Asics Trainer DS 19

Asics Gel Nimbus 17

Moving Twice

Laufuhr – Polar M400

Laufrucksack – Salomon Skin Pro 14+3

Ohne Fronten – Forever Hip Hop

Buch – Abenteuer Motivation von Norman Bücher

Dieter Baumann

Frankfurt Marathon

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nobs podbuch – episode 1

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Shownotes:

Titelsong: Keith Murray – Call my Name

Ronnex & KonTakt

Wortgewandt

Ohne Fronten

Mein youTube Kanal

neuperTainment

Quellenmarathon – Bad Vilbel

Bonn Halbmarathon

myasics

Runtastic

Bericht – Laufen und Asthma

Lustiges Filmchen -Vertical Video Syndrom

Hotel Türkei

Bericht – Laufen mit Kompressionssocken

Buch – Running Wild von Rafael Fuchsgruber

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Podcast Gast bei „Klein aber Stoukalov“

Ich habe dann mal geredet. Meine Oma wäre stolz auf mich. Bis ich 12 war, hat sie oft gefragt: „Kann der Bub überhaupt sprechen?“ Und sie war sicher nicht die einzige, die sich das gefragt hat. Später wurde ich von Mitschülern für arrogant gehalten, was sich dann aber als schüchtern rausgestellt hat. Das konnte ich mitlerweile ein bisschen ablegen. Leider nur ein bisschen. „Klein aber Stoukalov“ haben mich trotzdem zum Podcast geladen und wir reden ganze 100 Minuten über mein Läuferleben. Danke für die Einladung Trieneke und Gabriel. Wen es interessiert (vielleicht bei einem langen Lauf oder zur Regeneration. Hab mir auch Mühe gegeben möglichst ruhig zu sprechen, vielleicht war ich aber auch einfach nur Müde 😉 … Bitteschön!

Steffen Neupert – From Zero to Hero

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Halbmarathon – Frankfurt

Mission 2 von „Persönliche Bestzeiten 2018“ steht an.

Es ist der 11.März und ich habe eher durchschnittlich geschlafen. Mit leichter Erkältung bin ich am Abend ins Bett gegangen. Aufgewacht bin ich ziemlich erkältungsfrei. Gott sei Dank! Denn die 1:30, die ich knacken will, sind ohnehin eine riesen Heraus- forderung für mich. Nachdem ich aber die Woche vorher meinen Sub40 10 km Lauf geschafft habe bin ich positiv gestimmt, dass ich auch das heute schaffen kann. Das Wetter scheint auch mit zu spielen. Gut 11 Grad und Sonnenschein. Das ist ein Traum nachdem es ein paar Tage vorher noch -10 Grad hatte. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich den Winter nicht bräuchte?!

Zurück zum Rennen. Start ist um 10 Uhr am Waldstadion (Commerzbank Arena) in Frankfurt. Das kann ja nur gut gehen. Läuft ja auch grad bei meiner Eintracht in Sachen Fußball. Ich kann also in Ruhe frühstücken und mich sogar noch von meinen Mädels verabschieden. Eine halbe Stunde später stehe ich einige hundert Meter vor dem Parkplatz im Stau. Es ist aber noch genug Zeit. Startnummer habe ich schon zugeschickt bekommen. Also alles gut. Ich bin mit einem Kumpel verabredet. Mit Motsch bin ich auch in Köln meine bisherige Marathon Bestzeit gelaufen. Also noch ein gutes Vorzeichen. Was soll da jetzt noch schief gehen? Wir machen uns an meinem Auto fertig und gehen zum Start. Vorher nochmal entleeren und dann kanns losgehen.

Startschuss, Stau auf der Strecke und erste Zweifel

Auf dem ersten Kilometer verliere ich 10 Sekunden (Pace 4:24 statt geplanten 4:14). Ich habe also 2 Kilometer den Druck diese Zeit wieder einzuholen. Aber alles noch OK. War einkalkuliert. Dann läuft alles nach Plan. Bis Kilometer 18 habe ich auch den Mann mit dem Luftballon 1.29 im Blick. Solange ich den in Reichweite habe schaffe ich es auch unter 1:30.

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Aber ab jetzt wird es hart. Anfeuerungsrufe von Mara, eine Laufkollegin von den longunsisters aus Hennef, muntern mich auf. Ich spüre wie ich kämpfen muss um die Pace einigermaßen zu halten. Jetzt macht es sich bezahlt, dass ich vorher die Durchschnittspace immer 1 Sekunde unter den geforderten 4:14 gehalten habe, denn dieses Polster brauche ich für die letzen 3 Kilometer. Dann geht es um das Stadion und ich denke mit jedem Schritt: „Wo ist der beschissene Eingang?!“ Und ich hoffe nur, dass wir im Stadion nicht noch eine Runde laufen müssen, denn dann werde ich mein Ziel mit Sicherheit nicht schaffen. Neben mir läuft jemand der offensichtlich auch am Kämpfen ist. Ich blicke zu ihm rüber und rufe ihm zu: „Wir schaffen die scheiß 1:30!“ (Sorry für die vulgäre Ausdrucksweise, aber so ist das halt manchmal in gewissen Situationen) Er: „Das wird verdammt knapp!“ Kurz darauf kann ich ihm nicht mehr folgen. Dann die Zielgerade. Mein Blick starr auf der Uhr. Die Sekunden verrinnen. Ich sehe nur 1:29 Die Sekundenanzeige ist halb defekt, so dass ich nicht erkennen kann, wann die Uhr auf die 30 springen würde. Dann passiert es 1:30 irgendwas und es sind noch mehr als 50 Meter. So ein Mist, das wird nicht reichen, denke ich mir. Trotzdem mobilisiere ich alle Kräfte und lege auf den letzten 20 Metern doch noch mal kurz zu. Fühlt sich zumindest so an. Es muss 1:30:15 sein als ich die Ziellinie überquere. Freuen kann ich mich nicht. Aus zwei Gründen. Ich weiß nicht ob es gerreicht hat. Eher nicht, denke ich. Und fast noch schlimmer. Ich muss wie verrückt und kann so mein geliebtes Waldstadion gar nicht genießen. Direkt raus und an den nächsten Baum. Aber was hätte ich auch machen sollen? Während des Rennens? Ich hätte mich so ja schon vorzeitig um den ganzen Lohn gebracht. Keine Option! So, und jetzt:

Bangen, anlehnen und isotonische Getränke aufnehmen.

Apropo isotonische Getränke. Medaille gibt’s keine. Dafür aber einen Sixpack alkoholfreies Pils und Luftballons für die Kinder. Nachdem ich dann durch die schöne Stadt am Main gefahren bin, mich an der tollen Skyline erfreut habe und an der Parkbank vorbei gekommen bin, auf der ich meiner Frau vor 10 Jahren den Heiratsantrag gemacht habe, begrüßen mich meine Schwiegereltern und meine Mädels mit einem trockenen: „Und?“ Das wüsste ich auch gerne. Ich muss leider erst den Rechner hochfahren und auf die offiziellen Ergebnisse schauen. Mir springt ein 1:29:52 entgegen. „Jaaaaaa!!!“ Ich habe es also geschafft. Um 8 Sekunden. Auf 21.098 Metern 8 Sekunden unter der magischen 1:30. Das ist knapp. Die Freude groß! War aber natürlich von mir eiskalt kalkuliert 😉 Nicht! Wie auch immer, geschafft ist geschafft. Und das bin ich auch. Aber wie.

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Und so geht ein weiterer schöner Wettkampf zu Ende. Toll organisiert. Über 6.000 Starter auf einer schönen Runde durch FFM. Herrlich!

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Energieriegel – selbst gemacht

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Call me Sub40

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Für 2018 hatte ich mir vorgenommen meine Laufzeiten zu verbessern. Ursprünglich ging es mir dabei um die Halbmarathon Distanz und vor allem um den Marathon. Da ich aber im Februar in einer echt guten Verfassung war und so ein Unterdistanzrennen auch positive Auswirkung auf die eigentliche Vorbereitung hat, habe ich mich relativ kurzfristig dazu entschlossen auch meine 10 km Bestzeit in Angriff zu nehmen und zwar bei einem Lauf in Leverkusen am 4.3.2018

„Rund um das Bayer Kreuz“

Überraschenderweise habe ich im Training bereits eine neue PB über 10 km hingelegt. Ich steckte mir also insgeheim das Ziel diese Distanz in unter 40 Minuten zu bezwingen. Für mich sehr ambitioniert aber gleichzeitig motivierend. Sich selbst einen Sub40 Runner zu nennen hat schon was. Also warum nicht die gute Form nutzen.

So ging es also am Sonntag mit Kind und Kegel auf den Parkplatz von Köln zum Chempark. Sorry, liebe Leverkusener! Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen 😉 Zum Glück liegen die ganz eisigen Temperaturen seit gestern hinter uns. Mit um die 5-6 Grad ist es dennoch ziemlich kalt. Also erst mal warm laufen und der Frau die Kamera und das Gelump in die Hand drücken. Schön, dass ihr dabei seid! Nein, im Ernst das motiviert schon, wenn die Liebsten dabei sind um einen anzufeuern. Gerade bei einem Lauf wie diesem, der über mehrere Runden geht. In dem Fall sind es 4 x 2,5 km. Und so sind die verlaufen:

Ich habe es also geschafft. 39:44. Step 1 der Mission PBs in 2018 ist erledigt.

Urkunde

Jetzt geht’s Richtung Sub 1:30 beim Halbmarathon in Frankfurt nur eine Woche später. Die Überzeugung steigt, dass ich auch das schaffen kann. Überglücklich und total K.O. geht’s zurück zum Auto. Familienausflug nach Köln ans Rheinufer bei herrlichstem Sonnenschein. Ein toller Tag!

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Wann wirds ma wieder richtig Frühling

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“An manchen Tagen, wenn der Himmel voller Wolken ist und kein Licht durch dringt, vergessen wir, dass es die Sonne irgendwo gibt.“

Diesen Spruch habe ich vor 2 Tagen auf Facebook gepostet. Und damit war nicht nur das – entschuldigung – Dreckswetter gemeint. Auslöser war ein Trauerfall in meinem Bekanntenkreis, der mich sehr mitgenommen hat. Aber auch sonst ist privat dieses Jahr echt bescheiden gestartet. Es gibt einige Baustellen die mich emotional belasten. Da hilft mir immer wieder das Laufen. Ich spreche selten über negative Gefühle, die mich belasten. Oft mache ich das mit mir alleine aus, obwohl ich weiß, dass das eigentlich nicht gut ist. Aber so bin ich halt. Das Laufen ist für mich eine gute Art solche Dinge zu verarbeiten. Ich bin froh das für mich entdeckt zu haben.

Mich an den dunklen, grauen Tagen zu motivieren die Laufschuhe zu schnüren fällt mir auch nicht immer leicht. Doch wenn ich dann da draußen bin, mich bei den Tempoläufen verausgabe oder einfach gemütlich durch den Wald trabe, geht es mir besser. Es ist wie eine Art Reset. Klick! Genug rumgeheult!

Jetzt freue ich mich auf den Frühling und das Licht. Das ist da irgendwo, ganz bestimmt.

In gut einem Monat stehe ich in Frankfurt an der Startlinie des Halbmarathons. Sub 1:30 ist das Ziel. Die Vorbereitung läuft gut und ich bin bereits im Training eine neue PB von 1:34:02 gelaufen. Das hat mich selbst überrascht als ich danach auf meine Uhr geschaut habe. Im April steht dann aber das vorerst eigentliche Ziel an. Der Marathon in Bonn. 3:15 ist da angepeilt. Keine Ahnung ob ich das schaffen kann. Meine Lauf App sagt: Ja, kannst du. Doch was heißt das schon? Ich denke da muss schon einiges zusammenlaufen. Wir werden sehen…

Danke an meine Tochter für das wundervolle Bild! (Wenn ich schon seit Ewigkeiten die Kamera nicht dabei hatte. Aber ich verspreche es werden auch wieder Filmchen entstehen. Spätestens beim Home2Home) Mädels (alle 3 ;-), ihr seid die Besten!

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ISRU – This is something different

Der komplette Film vom ISRU – Iranian Silk Road Ultramarathon am heißesten Ort der Welt, der Dasht e Lut Wüste.

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ISRU – This is something different – Chapter 5/5

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ISRU – This is something different – Chapter 4/5

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ISRU – This is something different – Chapter 3/5

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ISRU – This is something different – Chapter 2/5

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ISRU – This is something different – Chapter 1/5

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ISRU – this is something different – trailer 2

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Jahresrückblick & Planung 2018

2017

geht zu Ende und es war für mich in läuferischer Sicht ein ganz besonderes Jahr. Sogar mehr als das. Ich hätte mir vor 4 Jahren nicht vorstellen können solche Rennen zu laufen. Ich war mit einem Interview in der „Running“, habe Laufausrüstung getestet, tolle Menschen kennengelernt und einfach viel Spaß gehabt. Von dem absoluten Highlight, dem Sahara Race im Mai, habe ich noch nicht einmal gewagt zu träumen. Doch dann ging auf ein mal alles ganz schnell. Geplant war eigentlich mein Home2Home Run, den ich schon im Jahr zuvor wegen einer Verletzung verschieben musste. Doch auch diesmal musste ich ihn verschieben. Priorität lag zu 100% auf dem 4deserts Rennen in Namibia.

Was für ein Abenteuer, was für eine Erfahrung!

Ein Leben lang werde ich davon zehren und mich immer wieder daran zurück erinnern.

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Doch von Anfang an: Im Zuge der Vorbereitung bin ich im Januar meinen ersten Ultra gelaufen, den

Rlt Rodgau 50.

Train 4 Sahara Race (Namibia) Spezial – Rodgau 50

Zehn unspektakuläre 5km Runden bei einem der traditionsreichsten Ultramarathons des Landes. Und da es mir in erster Linie um die Vorbereitung für ein 250km Etappenrennen in Eigenversorgung ging, bin ich auch dort mit Rucksack gelaufen.

Im April dann der

Bonn Marathon

Train 4 Sahara Race (Namibia) – Bonn Marathon 2017

mit meinem „Mentor“ Rafael Fuchsgruber und wieder mit Rucksack. In deutlich unter 4 Stunden mit 5 Kilo auf dem Rücken war das ziemlich anstrengend, hat mir aber auch irgendwie Hoffnung gegeben. Trotzdem hatte ich noch keine Ahnung ob und wie ich die 6 Etappen in Namibia durchstehen sollte.

Ende April ist es dann so weit. Ich steige in den Flieger nach Namibia. Einige Tage später fällt der Startschuss zum

Sahara Race 2017 in der Namib Wüste

Sahara Race Namibia 2017 – Teil 1

252 km in 6 Etappen in Eigenversorgung. Was für eine Mammutaufgabe. Ich halte durch. Die ersten 3 Etappen wesentlich besser als ich mir hätte vorstellen können. Dann kommen 2 Herausforderungen, die mich immer wieder daran erinnern werden, dass ich mehr schaffen kann als ich für möglich halte. Die 81 Kilometer die mich sowohl körperlich als auch mental über die Grenzen bringen und auch der Marathon am nächsten Tag über die höchsten Sanddünen, die unsere Erde zu bieten hat, haben mir alles abverlangt.

Und da mich seit dieser Erfahrung Etappenrennen faszinieren, begleite ich Philipp Jordan an zwei Tagen bei seinem unglaublichen Vorhaben von Utrecht nach Karlsruhe zu laufen. Das sind 660 km. Sein Home2Home. Er hat es gemacht und ich werde es auch noch tuen. Auch wenn es bei mir nur 220km sind.

Etappenbegleitung – Philipp Jordan – Home2Home

Danach folgen schöne Urlaubsläufe in Kroatien und mein erster wirklicher

Alpin Trailrun auf den Hochfelln

Kein Wettkampf aber für mich eine bisher besondere Herausforderung.

Und da ich von Etappenläufen noch nicht genug hatte habe ich mich direkt zum

Run 50

im Siebengebirge angemeldet.

Diese 50km in 3 Etappen waren mein zweites Highlight des Jahres. Ich konnte zum ersten mal vorne mitlaufen, wurde in meiner Altersklasse Dritter und gesamt Fünfter. Hat Spaß gemacht.

Da ich in Namibia die lange Etappe hauptsächlich gegangen bin, wollte ich zum Jahresende noch mal wissen, ob ich so lange Läufe auch laufen kann. Der 63,3 km lange

Röntgenlauf

Ende Oktober war dafür wie gemacht. Also anmelden noch einmal konzentriert trainieren und ab dafür.

Was für eine Qual! Ich zweifle nach dem Rennen ob das wirklich das richtige für mich ist. Ich will es langsamer angehen lassen und so mache ich 2 Wochen Pause. Ich denke darüber nach, was ich im nächsten Jahr für Ziele verfolge. Jetzt habe ich die ersten im Kopf und auch schon die ersten Anmeldungen getätigt.

Priorität hat der Home2Home Run und die Verbesserung meiner Halbmarathon und Marathon Zeit.

Vorab Planung der ersten Jahreshälfte.

  • 11.März: Mainova Halbmarathon Frankfurt
  • 15.April: Deutsche Post Marathon Bonn
  • Mai: Home2Home
  • 8.-10.Juni Brüder-Grimm-Lauf
  • 14.Juli Maintal Ultratrail

Wenn es zeitlich hinaut, wird das so gemacht. Die zweite Jahreshälfte hat tolle Veranstaltungen. Mal sehen, was sich realisieren lässt…

Ich wünsche Dir einen guten Start in 2018 und ein schönes, erfolgreiches und gesundes Jahr!

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ISRU – This is something different – Trailer

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tiggedi test – odlo – hybrid seamless IRBIS

Diesmal durfte ich eine Laufjacke testen. Und ja, ich habe auch zwischendurch was anderes getragen. Aber tatsächlich zum Laufen 3 Wochen immer die gute IRBIS von Odlo. Jetzt habe ich sie aber dann doch mal in die Wäsche geworfen. Hier der Bericht:

Ich bekomme für dieses Video übrigens kein Honorar vom Hersteller.

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Ich bin in der „RUNNING“!!!

Bin dann grad ma bisschen geflasht und auch etwas stolz. Ich habs tatsächlich in ein renommiertes Laufmagazin geschafft. Holt euch die Dezember/Januar 2018 Ausgabe der “Running“. Inklusive einem Interview mit mir u.a. über das Sahara Race, den Little desert runners club mein Spendenprojekt von Tangeni Shilongo Namibia e.V. und mein Filmprojekt im Iran beim ISRU (die Doku wird bald veröffentlicht!).


Die Zeitschrift müsste ab 1.12. erhältlich sein!

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ISRU – This is something different – Teaser 5

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Röntgenlauf

Die Sachen sind gepackt für mein nächstes Laufabenteuer.

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Der Röntgenlauf in und um Remscheid.

Stürmische Vorhersagen am 29.10.2017.

Sogar mit amtlicher Warnung!

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Komischer oder vielleicht auch verständlicher Weise macht mir das weniger Sorge als die Distanz von

63,3 km (+-1030 Höhenmeter).

Schließlich ist das meine bisher zweitlängste Distanz, die ich am Stück laufen möchte. Außerdem ist der Röntgenweg ein Rundkurs und somit habe ich ja auf der Hälfte der Strecke mehr oder weniger Rückenwind. Soweit zur Theorie. Aber jetzt erst mal nach einer erstaunlich erholsamen Nacht und ausgiebigem Frühstück raus auf die dunkle und leere Autobahn.

Es ist 6:10Uhr. Die Aufregung steigt!

Die Fahrt läuft reibungslos. Etwa die gleiche Streckenlänge wie beim Röntgenlauf in weniger als einer Stunde bezwungen. Na, wenn das mal kein gutes Vorzeichen ist. Ich bekomme sogar einen Parkplatz unmittelbar an der Sporthalle, in der ich von freundlichen Helfern meine Startnummer bekomme. Umkleiden sind auch reichlich vorhanden. Insgesamt macht die Organisation einen top Eindruck. Ich freue mich in jetzt ungefähr einer Stunde über die Startlinie zu laufen. Gleichzeitig mischt sich unter die Vorfreude aber auch eine gehörige Portion Respekt. Ich treffe Mara und Lara. Mit den sympathischen longrunsisters habe ich bereits einige Trainingskilometer geteilt. Es ist ihr erster Ultramarathon und auch ich kann mich noch als Ultra Newbie bezeichnen. Ist ja schließlich mein erstes Jahr in dem ich mich unter die „Verrückten“ gemischt habe. Also Aufregung ist sowohl bei den Mädels als auch bei mir noch erlaubt. Dann treffe ich noch einen Arbeitskollegen, der sich für den Halbmarathon entschieden hat. Die Stimmung ist… naja ich würde sie mal als „angespannt gut“ bezeichnen.

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Im Startblock halte ich dann wieder Ausschau nach den Mädels. Schließlich wollte ich mit ihnen zusammen starten und dann auch eventuell die ersten Kilometer gemeinsam mit ihnen laufen. Ich finde sie recht weit hinten. Wir beschließen uns etwas weiter vorne einzureihen. Soll ja recht eng werden, wenn es nach der Stadtrunde auf den Trail geht. Wahnsinn wie viele Starter hier sind. Etwa 3,5 Tausend Sportler haben Freude daran sich durch Sauwetter und Matsch berghoch und bergab zu quälen. Doch pünklich zum Start kommt die Sonne raus. Sie will sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Recht hat sie. Ein bunter Haufen rennt um 8:30Uhr durchs schöne Remscheid. Dann gehts in den Wald. Ich habe die longrunsisters schon jetzt hinter mir gelassen. Irgendwie fühle ich mich besser, wenn ich mich komplett auf mein Tempo konzentriere. Leichte Zweifel. Ich werde doch nicht zu schnell angehen? Meine Uhr sagt, alles im grünen Bereich. Ich fühle mich gut, also weiter so. Ich schaue mich immer wieder um und versuche zu erkennen, wer wohl in meiner Umgebung noch den Ultra läuft und wer auf der Marathon- oder der Halbmarathon Distanz unterwegs ist. Kleine Hinweise könnten die Laufrucksäcke geben, von denen ich auch einen trage für Verpflegung und Jacke. Es bleiben Vermutungen. Orientierung ist deshalb schwierig. Bleibt nur die Konzentration auf mich selbst.

Es geht hoch und runter. Ich versuche bei den uphills kräftesparend zu laufen. Ich lege dort auch hin und wieder kleine Gehpausen ein. Im downhill lass ich’s rollen. Ich bin dort wesentlich schneller als meine Konkurrenten. Die Strecke ist bis zum Halbmarathon Ziel ziemlich voll. Dann lockert sich das Feld etwas.

Jetzt macht es erst so richtig Spaß.

Doch dann ein ziemlich steiler downhill mit Matsch und Laub. Die Läufer vor mir sind ziemlich langsam und vorsichtig. Das ist meine Chance um wieder etwas Boden gut zu machen. Übermütig überhole ich sie. Doch schon als ich am Ersten vorbei ziehe merke ich, das war keine gute Idee. Ich werde immer schneller und schneller. Ich traue mich erst nicht zu bremsen wegen der Gefahr auszurutschen. Als ich dann schließlich noch einen Streckenposten auf dem Fahrrad überhole und gefühlt 20km drauf habe muss ich notgezwungen bremsen weil die Beine nicht mehr hinter her kommen. Und es passiert was passieren musste. Ich liege auf der Nase. Bauchplatscher! Abgefangen mit Ellebogen und Knie. Beides offen und blutig.

Adrenalin durchströmt den Körper.

Der Streckenposten erkundigt sich ob alles in Ordnung sei. Klar! Blut gehört zu einem richtigen Traillauf, ist meine Antwort. Nach außen total cool. Aber innerlich etwas aufgewühlt. Knie und Ellebogen pochen. Glücklicherweise habe ich aber keine schlimmen Schmerzen. Immer wieder kontrolliere ich ob die Gelenke anschwellen. Das tuen sie nicht. Puh! Es kann weiter gehen. Es liegen ja auch „nur noch“ 40 Kilometer vor mir.

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Etwa 5 Kilometer später bekomme ich Krämpfe im hinteren Oberschenkelmuskel des ledierten Beins. Ich halte kurz an, zwinge mich aber langsam weiter zu laufen. Der Krampf löst sich. Ich schmeiße mir verzweifelt eine Salztablette ein. Doch ich befürchte der Krampf war eine Folge der etwas anderen Belastung durch Schutzhaltung des Beins. Nach und nach komme ich aber wieder besser in Tritt. Die nächsten 15 Kilometer läuft es mehr oder weniger wieder nach Plan. Wenn ich jetzt auch etwas vorsichtiger unterwegs bin als ich vielleicht müsste. Es geht teilweise recht steile Berge hoch und wieder runter. Ich fühle mich noch einigermaßen fit. Etwas langsamer als ich mir erhofft habe aber ich will Energie für den letzten Teil sparen. Dann kommt der befürchtete Zieleinlauf für die Marathonis. Es ist eine Art kleines Stadion. Hier ist mächtig was los und die Finisher werden bejubelt. Wir Ultra-Läufer müssen aber durch ein kleines Tor im Zaun wieder raus und auf den letzten Halbmarathon. Vorher am Verpflegungspunkt die Flaschen auffüllen, Energiepulver rein und dann geht’s weiter.

Ich rede mir Mut zu. Das schaffst du jetzt auch noch!

Doch die Kräfte lassen nach. Jetzt macht es sich bemerkbar, dass ich zu wenig lange Läufe im Training absolviert habe. Es waren nur 3 über 30 Kilometer in der direkten Vorbereitung für diesen Wettkampf. Immer wieder muss ich jetzt Gehpausen einlegen. Ein Läufer nach dem anderen sammelt mich ein. Das frustriert. Die Beine sind dermaßen schwer, dass ich mir nicht sicher bin das Ziel überhaupt zu erreichen. Paradox ist es, dass ich mich nach Anstiegen sehne, da ich so Gehpausen vor mir selbst rechtfertigen kann. Auf ebener Strecke belastet mich das psychisch sehr.

Ich habe jetzt nur noch den Anspruch das Ziel zu erreichen.

Die Zeit ist mir mittlerweile völlig egal. Am Start hatte ich insgeheim noch mit 6 Stunden geliebäugelt. Auch wenn ich wusste, dass diese Vorstellung sehr ambitioniert war. Doch manchmal ist es gut sich hohe Ziele zu stecken. Immer wieder schaue ich jetzt auf meine GPS Uhr um zu checken wie weit es noch ist. Wieder nur 300 Meter geschafft. Wie kann das sein? Ich habe immer noch 8 Kilometer vor mir. Eine halbe Weltreise in meinem Zustand. Ich behaupte man kann mich unter normalen Umständen zu jeder Nachtzeit wecken und ich laufe unmittelbar 8 Kilometer unter 50 Minuten. Jetzt brauche ich dafür fast 1,5 Stunden. Doch es fühlt sich noch viel länger an. Ich weiß nicht wie oft ich mir gedacht habe: „Warum machst du das?“ Und das schlimme ist, ich finde während des Laufs und auch Tage danach noch keine Antwort darauf. Das einzige was mir die Kraft gibt das hier durchzustehen sind die Gedanken an Namibia. Speziell an die lange Distanz. Als ich 23 Stunden durch den Tag und die Nacht marschiert bin. Ich kann viel mehr schaffen als ich in dem Moment denke. Das weiß ich und das treibt mich weiter voran. Und so erreiche ich nach 7:01 Stunden die Ziellinie.

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Hier ist wirklich eine tolle Atmosphäre aber mir fällt es schwer mich wirklich zu freuen. Ich spüre eine komische Art der Melancholie in mir.

Ich mache die Augen zu und mir schießen Fragen durch den Kopf:

„Ist es das was du willst? Ist dieses Ultra Laufen wirklich das was du willst? Liegt mir das? Wird deine vermeintliche Leidenschaft hier gerade zerstört?“ Es ist eine gewisse Leere in mir und doch bin ich glücklich es geschafft zu haben. Dann erkundigt sich der Streckenposten nach mir, ob es mir gut geht. Es ist der Mann auf dem Fahrrad vor dem ich mich auf den Boden geschmissen habe. Ich lächel. Ja, es kommt tatsächlich ein grinsen über mein Gesicht. Was ist da wieder passiert heute? Auch wenn ich völlig am Ende bin, meine Beine schmerzen, Zweifel durch meinen Kopf schießen… Dieser Tag hat etwas besonderes. Und zwar etwas positiv besonderes. Was genau es ist weiß ich nicht. Es ist einfach ein Gefühl das irgend etwas mit Freiheit, mit dem Leben im hier und jetzt zu tun hat. Von „Laufen macht glücklich“ will ich an dieser Stelle erst mal nicht sprechen. Das ginge nach dieser Tortur eindeutig zu weit. Auf jeden Fall war das wieder eine Erfahrung die ich nicht vergessen werde. Und davon gibt es im Leben nicht allzu viele. Erinnerungen bereichern unser Leben!

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